Dieser Blog ist kein Marketing-Case
Ich arbeite im Marketing. Das weiß ich. Das sieht man auch relativ schnell, wenn man sich meinen Blog anschaut. Es gibt SEO-Artikel, strukturierte Inhalte und Texte, die offensichtlich mit einem bestimmten Ziel geschrieben wurden. Aber trotzdem ist dieser Blog kein Marketing-Case. Und er soll auch keiner werden.
Ich habe diesen Blog nie gestartet, um zu zeigen, was ich alles kann. Nicht, um mich zu positionieren. Nicht, um Reichweite aufzubauen. Und schon gar nicht, um ihn als eine Art Schaufenster für meine Arbeit zu nutzen. Dafür gibt es andere Orte. Dieser Blog gehört nicht dazu.
Natürlich fließt mein Marketing-Wissen hier mit ein. Das lässt sich gar nicht vermeiden. Wenn man sich beruflich jeden Tag mit SEO, Sichtbarkeit und Inhalten beschäftigt, denkt man automatisch in bestimmten Mustern. Manche Artikel sind genau so entstanden. Sie sind durchdacht, geplant und auf Suchanfragen ausgerichtet.
Aber eben nicht alle.
Ein großer Teil dieses Blogs besteht aus Texten, die mit Marketing nichts zu tun haben wollen. Gedanken, Beobachtungen, kleine Alltagsdinge. Texte, die wahrscheinlich nie gut ranken werden. Die keine klare Suchintention bedienen. Die keinen Mehrwert im klassischen Sinne liefern.
Und genau das ist okay.
Diese Artikel schreibe ich nicht für Google. Nicht für eine KI. Nicht für irgendwelche Zahlen. Ich schreibe sie für mich. Weil mir ein Gedanke im Kopf hängt. Weil ich etwas festhalten will. Oder weil ich merke, dass ich etwas sortieren muss.
Manche Texte entstehen spontan. Ohne Gliederung. Ohne Plan. Ich öffne den Editor und schreibe los. Nicht, weil es sinnvoll ist, sondern weil es sich richtig anfühlt. Würde ich diese Texte nach SEO-Kriterien bewerten, müsste ich sie eigentlich wieder löschen. Zu persönlich. Zu unscharf. Zu wenig Fokus.
Aber genau diese Texte machen den Blog für mich aus.
Ich habe lange überlegt, ob das ein Problem ist. Ob man sich nicht entscheiden müsste. Entweder persönlicher Blog oder Marketing-Blog. Entweder Gedanken oder strukturierte Inhalte. Aber je länger ich schreibe, desto weniger sehe ich diesen Widerspruch.
Dieser Blog ist kein Projekt mit Ziel. Er ist kein Experiment und kein Case. Er ist eher ein Ort, an dem beides existieren darf. Artikel, die funktionieren sollen. Und Texte, die einfach da sind.
Vielleicht ist das aus Marketingsicht sogar unklug. Vielleicht verschenke ich Potenzial. Vielleicht wäre es besser, klarer zu trennen. Aber ehrlich gesagt interessiert mich das hier nicht besonders.
Ich muss auf diesem Blog nichts beweisen.
Ich schreibe hier, weil ich schreiben will. Manchmal geplant. Manchmal ungeordnet. Manchmal sinnvoll. Manchmal nur für den Moment. Und genau deshalb fühlt sich dieser Blog für mich richtig an.
Er ist kein Marketing-Case. Und das soll auch so bleiben.