Was mir Etsy über Marketing beigebracht hat

Was mir Etsy über Marketing beigebracht hat

Etsy war nie als Lernplattform gedacht

Etsy war für mich nie als Lernplattform gedacht. Ich wollte dort einfach Dinge verkaufen, die mir Spaß machen und die ich nebenbei umsetzen kann, ohne großen Plan und ohne klassische Business-Gedanken. Und trotzdem habe ich dort mehr über Marketing gelernt, als ich anfangs erwartet hätte, vor allem über SEO.

Nicht, weil ich mich aktiv damit beschäftigen wollte, sondern weil Etsy mich ganz automatisch dazu gezwungen hat, genauer hinzuschauen.

Bauchgefühl funktioniert nur bis zu einem gewissen Punkt

Am Anfang habe ich meine Produkte stark aus dem Bauch heraus eingestellt. Titel sollten sich gut anfühlen, Beschreibungen nett klingen und insgesamt wollte ich einfach zeigen, was ich mir dabei gedacht habe. Ich habe mir wenig Gedanken darüber gemacht, wie Menschen eigentlich nach solchen Produkten suchen.

Ich bin davon ausgegangen, dass ein gutes Produkt seinen Weg schon findet. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass das eher Wunschdenken ist.

Erst als ich gesehen habe, dass manche Produkte deutlich öfter aufgerufen wurden als andere, obwohl sie sich gar nicht so stark unterschieden haben, wurde ich neugierig. Ich habe angefangen zu vergleichen, zu beobachten und Dinge zu hinterfragen, ohne das Ganze direkt Marketing oder SEO zu nennen.

Etsy funktioniert wie eine kleine Suchmaschine

Irgendwann wurde mir klar, dass Etsy im Kern nichts anderes ist als eine Suchmaschine. Eine sehr direkte sogar. Entweder dein Produkt wird gefunden oder es verschwindet irgendwo auf den hinteren Seiten.

Ohne es bewusst zu merken, habe ich mich dadurch immer mehr mit SEO beschäftigt. Nicht theoretisch und nicht anhand von Regeln, sondern praktisch. Was funktioniert, bleibt. Was nicht funktioniert, verschwindet.

Dabei habe ich verstanden, dass SEO keine Magie ist. Es geht im Grunde darum, das eigene Produkt in die Sprache der Menschen zu übersetzen, die danach suchen. Und das ist oft eine andere Sprache, als man sie selbst verwenden würde. Kreativität fühlt sich gut an, Klarheit funktioniert besser.

Was ich dabei über SEO gelernt habe

Ich habe gelernt, dass Titel eine viel größere Rolle spielen, als ich dachte. Nicht, weil sie besonders clever sein müssen, sondern weil sie klar sagen sollten, worum es geht. Wenn das nicht sofort verständlich ist, passiert meistens auch nichts.

Auch bei Beschreibungen hat sich mein Blick verändert. Sie sind nicht nur für Menschen da, sondern helfen der Plattform zu verstehen, was man eigentlich anbietet. Struktur hilft dabei, und Wiederholungen sind nicht automatisch schlecht, solange sie sinnvoll eingebaut sind.

Besonders spannend fand ich, wie viel man durch kleine Anpassungen lernen kann. Ein anderes Wort, eine leicht veränderte Formulierung oder eine klarere Beschreibung können schon einen Unterschied machen. Nicht immer, aber oft genug, um aufmerksam zu bleiben.

Lernen passiert oft ganz nebenbei

Das Schöne an Etsy ist, dass sich dieses Lernen nicht nach Lernen anfühlt. Es passiert einfach mit. Während man Produkte erstellt, Texte schreibt und ausprobiert, entwickelt sich ganz automatisch ein besseres Gefühl für Suchintention.

Dieses Gefühl nehme ich mittlerweile auch mit in andere Bereiche. In Blogartikel, in Marketing-Texte und in Projekte, die auf den ersten Blick nichts mit Etsy zu tun haben. Vieles davon passiert unterbewusst, aber es wirkt.

Mein größtes Learning aus Etsy

Etsy hat mir nicht beigebracht, wie Marketing perfekt funktioniert. Aber es hat mir beigebracht, genauer hinzuschauen, zuzuhören und Texte nicht nur aus meiner eigenen Perspektive zu schreiben.

Man lernt Marketing oft nicht dort, wo man es erwartet, sondern dort, wo man ehrliches Feedback bekommt. Ohne Theorie, ohne Präsentationen und ohne jemandem, der einem sagt, wie es richtig geht.

Und ehrlich gesagt ist das für mich wahrscheinlich wertvoller als jeder Kurs.