Warum ich Ghost (Pro) gekündigt habe

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Warum ich Ghost (Pro) gekündigt habe

Ich habe jetzt knapp ein Jahr lang Ghost CMS in der Cloud-Variante gehabt, weil ich weg wollte vom Selbsthosten. Ständig war irgendetwas kaputt, und ich musste mich mehr um das „Überleben“ des Blogs kümmern als ums Schreiben. Dazu kam, dass es durch ein Black-Friday-Angebot so günstig war, dass ich mit einem eigenen Server teurer dran gewesen wäre. Dennoch gab es dann nach einigen Monaten Nutzung einige Nachteile, die ich gerne hier mal aufzählen möchte. Außerdem möchte ich darauf eingehen, warum ich wieder zurück zur selbstgehosteten Variante gegangen bin.

Die Nachteile von Ghost (Pro)

Die gehostete Variante, oder auch Ghost (Pro), wie es auf der Webseite heißt, ist für Leute, die recht wenig Ahnung von IT haben und einfach anfangen wollen zu schreiben.

An sich fand ich diesen Ansatz ziemlich cool. Ich muss mich nicht mehr um Updates kümmern und kann einfach meine Blogartikel schreiben. Mega. Aber leider merkte ich schnell, dass es doch nicht so toll war, wie ich dachte.

Ich hatte das kleinste Paket, das es von Ghost gibt. Dieses kostet 15$ im Monat und ist damit die kleinste Variante von Ghost CMS in der Cloud. An sich erstmal ein guter Deal, allerdings gibt es kaum Funktionen. Man kann zwar schreiben und auch veröffentlichen, aber man kann das Theme nicht abändern und hat sowieso keine Möglichkeit, kleine Änderungen vorzunehmen, wie ich das immer gerne in Themes getan habe. Ich fühlte mich in meiner Kreativität dadurch eingeschränkt. Ich hätte zwar auf ein größeres Paket upgraden können, allerdings wäre das deutlich teurer gewesen und hätte in keiner Relation zu dem gestanden, was ich mit dem Blog mache. Ich entschied mich also, erstmal das kleine Paket zu behalten und damit klarzukommen.

Die Kündigung

Nach einem Jahr war es dann endlich so weit. Gestern habe ich mich hingesetzt, den Vertrag von Ghost (Pro) gekündigt und angefangen, wieder eine selbstgehostete Variante aufzuziehen. An sich kein Problem, allerdings habe ich erst im Nachhinein durch ChatGPT erfahren, dass man seinen Export von Bildern, Blogartikeln etc. bei Ghost anfragen muss. Dieses Archiv bekommt man aber nur, wenn man noch einen aktiven, nicht gekündigten Vertrag hat. Ich musste also auf die Suche gehen, wie ich anders an meine ganzen Daten herankomme. Eigentlich ein weiterer Nachteil von Ghost (Pro). Du hast keinen unbegrenzten Zugriff auf deine ganze Arbeit, die du in deinen Blog steckst.

ChatGPT konnte mir zum Glück damit helfen und hat für mich meinen kompletten Blog downloaden können. Dadurch kam ich dennoch an die Daten und konnte diese dann auf meinem neuen Blog importieren. Dann noch ein paar Anpassungen, damit ihr, also die Leser, wieder auf meinen Blog über die Domain marcodamm.com kommt, und fertig ist auch schon der Umzug. Hört sich eigentlich einfach an, war aber am Ende mit Googeln etc. dann doch knapp drei Stunden.

Mein Fazit

Wenn ihr mit dem Bloggen anfangen wollt und euch Ghost CMS zusagt, dann probiert es vielleicht erstmal mit der Cloud-Variante von Ghost CMS. Dort müsst ihr euch nicht technisch auskennen und könnt einfach drauf los schreiben. Wenn ihr allerdings technisch versiert seid und euren Blog langfristig halten wollt, würde ich davon abraten. Wenn ihr euren Blog auf eurem eigenen Server habt, habt ihr die volle Kontrolle, was mit euren Daten passiert. Aber aufgepasst: Hier müsst ihr euch selbst um die Backups kümmern.